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Concretism

Ähnlich den Acts des Ghost Box-Labels oder dem "Scarfolk Council"-Blog widmet sich der Brite Chris Sharp aus Essex seit 2010 unter dem Alias Concretism der Resurrektion einer bestimmten ästhetischen Periode, namentlich der düsteren Seite der 1970er Jahre. Diese ansonsten oftmals mit farbenfroheren Trends wie Disco, Punk oder auch Progressive Rock assoziierte Dekade wies – nicht nur, aber auch und insbesondere – im Vereinigten Königreich eine ausgeprägt finstere Seite auf, die von grober Betonarchitektur (dem sogenannten Brutalismus), wirtschaftlicher Rezession, Umweltverschmutzung und dem versuchten Zurückdrängen der in den Sechzigerjahren angestoßenen Freiheitsimpulse geprägt war. Der musikalische Bezugspunkt ist im Falle von Concretism eine – bis auf vereinzelt eingestreute Sprach-Samples u.a. von sogenannten Zahlensendern (Eiswagen) weitgehend instrumentale – Mischung aus Analog-Synthesizern, authentisch schlingernden Vintage-Bandmaschinen und den zwischen traumartiger und bedrohlicher Atmosphäre wabernden Scores von Fernsehfilmen – insbesondere über die Gefahren des Alltags, die Angst vor dem Kalten Krieg, Naturkatastrophen, Okkultismus oder vermeintlich fortschrittliche Technologie. An zeitgenössischen Einflüssen gibt Sounddesigner Sharp vor allem Boards of Canada als Hauptinspiration an und ordnet die Sound-Ästhetik von Concretism dabei in das Genre der "hauntology" (nach einem Begriff des französischen Philosophen Jacques Derrida, welche in etwa "die Heimsuchung der Gegenwart durch Ideologien der Vergangenheit" umfasst), um die paranoide Grundstimmung dieser Zeit zu verdeutlichen. (... mehr im Artikel / frühere Artikel in der Bildergalerie)

Bedenkenswert
Videodrohne Sommerkult-Festival.jpg
Die Videodrohne ist Teil einer Zukunft, die schon begonnen hat. Sie dient Videoproduktionsgesellschaften als preisgünstiger Ersatz für Kamerakräne und Kameraseilbahnen. Die freie Steuerbarkeit ermöglicht jede beliebige Perspektive auf das Bühnengeschehen oder das Publikum. Noch sind die Zoommöglichkeiten gering oder gar nicht vorhanden. Die Videodrohne macht sich in der Nähe durch ein sägendes bis zischendes Geräusch bemerkbar und wird anfangs fast immer als Bereicherung des Programmangebots empfunden. Doch bei empfindsamen Zeitgenossen können sich schon nach zwei Stunden der interessierten Neugier die ersten Anzeichen des Überdrusses bemerkbar machen. Die Videodrohne hat nämlich die Eigenschaft immer mal wieder vorbeizukommen und ihr sägendes und zischendes Geräusch von sich zu geben. So mögen die einen die Videodrohne als im filmischen Sinne unverzichtbar erachten, während die anderen über die Anschaffung einer Präzisionszwille nachdenken. Gerade Modelle mit eingebautem Promille- und Kalorienrechner, die ihre frisch gefilmten Daten selbständig auswerten, sind hier sehr gefährdet...
Aus Forschung und Technik
Medieninstallation.jpg
Eines der Lieblingsthemen von Privatanwenderinnen und -anwendern im Audio/Videobereich sind ja unverhoffte technische Einschränkungen bei Geräten, die multiple Formate lesen können sollen. Da gibt es etwa DVD-Player, die über ihren USB-Eingang nur eine einzige konstante Bitrate lesen wollen, die sich möglicherweise auch noch im marktunüblichen Bereich bewegt. Da lohnt sich also die Beschäftigung mit dem Software-Medienspieler eines neuerworbenen Fernsehgeräts. Und siehe da: Die Dienststelle für Datenformate eines deutsch-türkischen Gerätes von Grunzig erklärt sich in der undokumentierten Praxis auch zuständig für die variablen Bitraten von Amazon und i-Tunes. Und um noch einen draufzusetzen: Die Titelfolgen sind frei programmierbar. Da sich die Bedienungsanleitung dazu ausschweigt und die richtigen Anschlüsse auch erst gefunden werden wollen, bleibt es dem eifrigen Forschungsdrang eines jeden Individuums überlassen, ob und wann diese neuen Möglichkeiten entdeckt und genutzt werden. Da es zu diesem Themenkreis praktisch keinen öffentlichen Erfahrungsaustausch gibt, kann der stark bewusstseinerweiternde Zeitpunkt der Erkenntnis dieser ungeahnten Möglichkeiten bei etwa einem Jahr nach dem Kauf liegen. Das mutet auf den ersten Blick abenteuerlich an, ist aber unter Berücksichtigung eines stetig anwachsenden Geräteparks nur allzu verständlich. Gleichzeitig ist es vollkommen unklar, welche undokumentierten Möglichkeiten die Kolleginnen und Kollegen aus China, Korea und Japan auf der Pfanne haben.
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