King's X – Gretchen Goes to Nebraska

Aus indiepedia.de
(Weitergeleitet von Gretchen Goes to Nebraska)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Gretchen Goes to Nebraska
King's X
Veröffentlicht: 27. Juni 1989
Label & Vertrieb: Megaforce
Albumlänge: 52:20 Min.
Produziert von: Sam Taylor und King's X
Genre: Progressive Metal
Formate: LP/CD
Singles: Over My Head
Chronologie

1988Out of the Silent Planet

Gretchen Goes to Nebraska

1990Faith Hope Love

"Gretchen Goes to Nebraska" ist das zweite Album der US-amerikanischen Progressive Metal-Gruppe King's X. Es erschien 1989 auf Megaforce Records und wurde von Sam Taylor sowie der Band selbst produziert.

Zum Album

Ein Jahr nach Release ihres Debüts "Out of the Silent Planet", mit dem sie bereits die Metal-Welt hatten aufhorchen lassen, legten die texanischen King's X 1989 den Nachfolger namens "Gretchen Goes to Nebraska" vor. Dieser führte das Rezept des Erstlings, der seinen Charakter aus den Einflüssen zwischen Beatles, Black Sabbath und klassischem Achtziger-Hardrock bezogen und mit christlicher Symbolik nicht gegeizt hatte, in verfeinerter Form fort. Benannt nach einer von C.S. Lewis beeinflussten Kurzgeschichte, die Drummer Jerry Gaskill geschrieben hatte und die auch im Booklet zur Platte abgedruckt war, präsentierte das Trio aus Houston neben den bekannten hymnischen Rockstücken der Marke Fall on Me oder Out of the Silent Planet (das eigentliche Titelstück zum Vorgänger) nun auch (Halb-)Akustikballaden wie Summerland und The Difference oder die Vorzeige-Satzgesangnummer Everybody Knows a Little Bit of Something. Mit dem auch als Single und Video ausgekoppelten Over My Head war auch einer der King's X-Erkennungssongs enthalten, in dem Bassist/Sänger Doug Pinnick in "Hardrock-Gospel"-ähnlicher Weise die Ekstase des Musik-Erlebens besingt. Inhaltlich stellten King's X im Gegensatz zum Debüt auch die Schattenseiten zumindest der organisierten Religion in den Fokus, so in dem kleruskritischen Mission oder der Huldigung des Astronomen Galileo Galilei, der sich ebenfalls mit der katholischen Kirche angelegt hatte, in Pleiades. (Letzteres, hauptsächlich von Gitarrist/Sänger Ty Tabor verfasstes Stück gilt laut Aussage der Band als "Wendepunkt" in der Bandgeschichte, da es zum Zeitpunkt seiner Entstehung als erster Song mit Dropped-D-Tuning geschrieben wurde und so den King's X-Bandsound definierte.) Gleichwohl fand sich im Booklet ein Zitat aus den "Confessiones" des Kirchenvaters Augustinus, und Songs wie Send a Message ließen sich recht eindeutig auf Gott beziehen.

"Gretchen Goes to Nebraska" erhielt sehr gute bis hervorragende Kritiken und wurde in diversen Jahrespolls von 1989 als eines der besten Alben des Jahres gewertet. Es stellt eines der wichtigsten Alben im Genre des Progressive Metal dar, und die Songs sind auch heute noch Publikumslieblinge. In den UK-Charts erreichte die Platte Platz 52, während es in den USA nur für Platz 123 reichte. Für die Songs Over My Head und Summerland wurden auch Videos gedreht.

Line-Up

Tracklisting

  1. Out of the Silent Planet (5:44)
  2. Over My Head (4:47)
  3. Summerland (3:17)
  4. Everybody Knows a Little Bit of Something (3:57)
  5. The Difference (In the Garden of St. Anne's-on-the-Hill) (3:08)
  6. I'll Never Be the Same (4:56)
  7. Mission (5:01)
  8. Fall on Me (4:05)
  9. Pleiades (4:41)
  10. Don't Believe It (It's Easier Said Than Done) (3:07)
  11. Send a Message (4:02)
  12. The Burning Down (5:35)

Referenzkasten

  • Die Idee zum Albumtitel stammte ursprünglich noch aus der Sneak Preview-Zeit der Band, als Ty Tabor mit einem Roadie über einen Albumtitel diskutierte und dieser "Gretchen Goes to Nebraska" scherzhaft als "beknacktestmöglichen Albumtitel" vorschlug. Für das King's X-Debütalbum wurde die Idee zwar wieder verworfen, doch für den zweiten Longplayer dann tatsächlich in die Tat umgesetzt.
  • Der Song The Difference (In the Garden of St. Anne's-on-the-Hill) stellt wie die Kurzgeschichte eine Referenz an C.S. Lewis' "Space Trilogy" dar.
  • 2008 erschien auf Molken Music die erste King's X-Live-DVD mit dem Titel "Gretchen Goes to London", welche ein Konzert der Band aus dem Jahr 1990 in der britischen Hauptstadt beinhaltet.

Weblinks