Eddie Vedder

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Eddie Vedder
Eddie Vedder 2005
Eddie Vedder 2005
Herkunft: Evanston, Illinois, USA
Geboren: 23. Dezember 1964 (49 Jahre)
Aktiver Zeitraum: seit 1988
Instrumente: Gesang, Gitarre, Ukulele, Mundharmonika
Labels: Epic
Bands:
Bad Radio (1988-1990)
Temple of the Dog (1990)
Pearl Jam (seit 1990)

Eddie Vedder wurde am 23. Dezember 1964 in Evanston (Illinois, USA) geboren und ist mit seiner Band Pearl Jam zu einem der berühmtesten, erfolgreichsten und nicht zuletzt meistkopierten Rocksänger der Gegenwart geworden.

Inhaltsverzeichnis

Biographie

Aufgewachsen als Scheidungskind (unter dem Namen Edward Louis Seversen III., den er später gegen den Mädchennamen seiner Mutter, Vedder, eintauschte) und somit zwischen Chicago und San Diego pendelnd, suchte der junge Eddie sich einen Ausgleich in Musik und Surfen. Seine musikalischen Vorlieben lagen dabei sowohl in der Rockmusik der 60er (The Who, The Doors, Neil Young) als auch dem Punk der 70er und 80er (The Clash, The Ramones, Minor Threat). Seiner ersten Band namens Bad Radio war allerdings nur beschränkter Erfolg beschieden, doch immerhin lernte Eddie durch die lokalen Gigs den Schlagzeuger der aufstrebenden Crossover-Band Red Hot Chili Peppers aus Los Angeles kennen, mit dem er später in seiner eigenen Erfolgsband wieder zusammentreffen sollte: Jack Irons. Um das Jahr 1990 herum kam diesem nun das Demoband eines befreundeten Musikerduos aus Seattle zu, deren Band Mother Love Bone kurz zuvor aufgrund des Drogentodes ihres Frontmanns Andrew Wood zerfallen war. Vedder war von der Musik begeistert und schickte das Tape, versehen mit seinen eigenen Texten und Gesangsmelodien sowie dem ominösen Titel Mamasan, zurück an Jeff Ament und Stone Gossard, denn um diese beiden Herren handelte es sich bei den Absendern. Diese waren nun ihrerseits sehr angetan von dem Input des Sängers, und im Laufe des Jahres 1990 waren Mookie Blaylock geboren, die sich kurz vor Release ihres Debütalbums noch auf Vedders Vorschlag hin in Pearl Jam umbenennen sollten. Zeitgleich mit den Aufnahmen zum Erstling "Ten" war Eddie Vedder auch bei den Aufnahmen von Soundgarden-Sänger Chris Cornells Andy-Wood-Tribut Temple of the Dog dabei, was später zu einem der Kultalben der Grunge-Generation werden sollte.

Vedders eigene Band Pearl Jam startete nach dem Albumrelease im Herbst 1991 erst verhalten, doch mit der durch Nirvanas Album Nevermind ausgelösten Grunge-Hysterie hob auch "Ten" ab und wurde letztendlich das bestverkaufte Grunge-Album aller Zeiten. Doch mit dem Massenerfolg kamen für die Band und insbesondere Eddie Vedder auch schwierige Zeiten: Der Frontmann wurde von den Medien umgehend als Posterboy der Generation X hingestellt, da er mit seiner schwierigen Kindheit, dem expressiven Bühnenauftreten und dem schwierigen Charakter neben Kurt Cobain als deren reine Verkörperung galt. Dies machte Vedder den Rest der Dekade so zu schaffen, dass er – und auch Pearl Jam – sich so weit wie möglich aus dem Rampenlicht zurückzog, was aber wiederum das Interesse der Medien nur noch verstärkte. Lediglich für seine politischen Anliegen – Vedder ist überzeugter Unterstützer der Abtreibungsbefürworter Pro Choice, diverser Umweltschutzbewegungen und der tibetischen Freiheitsbewegung – kam der scheue Sänger aus seiner Zurückgezogenheit hervor.

Im Prinzip dauerte Vedders selbstgewähltes Exil so lange, bis auch Pearl Jam weitgehend aus dem Fokus der Medienöffentlichkeit verschwunden waren und lediglich innerhalb des – wenn auch immer noch zahlreichen – Fankreises hochgehalten wurden. Er trat als Gast auf verschiedenen Konzerten seiner eigenen musikalischen Heroen auf – u.a. The Who, Neil Young, Bob Dylan und der verbliebenen Doors-Mitglieder – sang gemeinsam mit Nusrat Fateh Ali Khan und spielte zeitweise Schlagzeug in der Band Hovercraft seiner (inzwischen Ex-)Frau Beth Liebling. Erst als Pearl Jam gegen Ende der 90er wieder mehr Medienpräsenz einnahmen, zeigte sich auch Vedder wieder mehr in der Öffentlichkeit. Tragischerweise geschah gerade zu dieser Zeit von Pearl Jams triumphaler Rückkehr auf die globalen Konzertbühnen eine der schlimmsten Katastrophen in Vedders Leben, als nämlich beim Konzert seiner Band beim Roskilde Festival 2000 neun Fans zu Tode getrampelt wurden. Die Band brach das Konzert ab, Vedder ging in Tränen aufgelöst von der Bühne, und die Zukunft der Band schien bis auf Weiteres ungewiß.

Schließlich erholten sich aber sowohl Pearl Jam wie auch ihr Sänger von der Tragödie, und heute hat Eddie Vedder anscheinend zu einem entspannteren Verhältnis zum Musikbusiness gefunden. Sein Erbe als einer der größten Namen in der Grunge-Historie lebt allemal in den Unmengen von Imitatoren seines kehligen, leicht knödeligen Baritons weiter, mit dem er neben Layne Staley von Alice In Chains Maßstäbe für den Gesang im Post-Grunge bzw. Alternative Rock setzte. Eddie Vedder ist heute mit Jill McCormick verheiratet und hat eine dreijährige Tochter.

Im Jahre 2007 erschien Vedders erstes "Soloalbum", der Soundtrack zu Sean Penns Film "Into the Wild", welcher fast ausschließlich Vedder-Solomaterial enthielt. Im Frühjahr 2008 ging Eddie Vedder mit den Songs der Platte auch auf Tour.

Solo-Diskographie

Alben

Charts

Jahr Titel Charts
D US UK A CH S F I NOR FIN AUS NZ
2007 Into the Wild O.S.T. 68 11 - - 28 - 31 6 - - 39 38

Kompilationsbeiträge

Kollaborationen

Coverversionen

Eddie Vedder covert...

Trivia

  • Eddie Vedder ist ein begeisterter Ukulelespieler (nachzuhören u.a. auf dem Track Soon Forget vom 2000er Pearl Jam-Album Binaural) und hatte längere Zeit den Plan, ein Soloalbum nur mit Ukulelespiel herauszubringen.
  • Als Pseudonym bei Gastauftritten bei anderen Bands benutzt Vedder gerne den Namen Wes C. Addle (so u.a. bei Wellwater Conspiracy).

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