Earth

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Earth
Earth, Supersonic 2008
Earth, Supersonic 2008
Herkunft: Seattle, Washington, USA
Aktiver Zeitraum: seit 1990
Genres: Drone-Doom
Labels: Sub Pop
No Quarter
OR
Megablade
aRCHIVE
Blast First
Neurot Recordings
Autofact
Not On Label
Southern Lord
Daymare Recordings
Homepage: ThronesandDominions.com
Line-Up:
Dylan Carlson: Gitarre
Adrienne Davies: Schlagzeug
Steve Moore: Posaune, Wurlitzer
Don McGreevy: Fender Bass
Ehemalige Mitglieder:
Slim Moon
Greg Babior
Kelly Canary
Joe Preston
Ian Dickson
Dave Harwell
Sean McElligot
John Schuller
Jonas Haskins
Michael McDaniel
Don McGreevy
Steve Moore

Earth sind eine der Pionierbands im Bereich des Drone-Doom. Sie wurden 1990 von Dylan Carlson in Seattle gegründet und sind unter vielfachen Lineup-Wechseln bis heute aktiv. Heute bestehen Earth neben Carlson aus Cellistin Lori Davies, Bassist Karl Blau und Schlagzeugerin Adrienne Davies.

Bandgeschichte

Die 1990 gegründeten Earth sind eine, wenn nicht die Institution in Sachen Drone-Doom. Geschult am experimentellen Metal der Melvins und zurückgreifend auf die Doom-Urväter Black Sabbath – selbst der Bandname ist derselbe wie jener der allerersten (Jazz-)Inkarnation der Birminghamer Metal-Architekten – rief Gitarrist Dylan Carlson die Gruppe in Seattle ins Leben, um auszutesten, wie langsam und wie heavy eine Band überhaupt spielen konnte. Der Nachwelt wohl eher als der Mann bekannt, der der beste Freund von Kurt Cobain war und diesem die nämliche Schrotflinte für dessen Selbstmord 1994 besorgte, ist Carlson der einzige Fixpunkt im ansonsten regelmäßig rotierenden Lineup von Earth. Anfangs war die Band ein Trio, mit Slim Moon und Greg Babior als weiteren Mitstreitern, mit welchen auch die ersten EPs "Earth" und "Extra-Capsular Extraction" für Sub Pop eingespielt wurden. (Bei der zweiten EP war Ex-Melvins-Bassist Joe Preston mit an Bord, der später mit diversen anderen Acts sowie als Solist das Earth-Erbe fortführen sollte, und auch Kurt Cobain steuerte Gastvocals bei.) Die erste richtige LP der Gruppe – das 1993 erschienene "Earth 2" – hatte dann nicht nur schon wieder neue Musiker in den Credits stehen (Dave Harwell und Joe Burns), sondern setzte mit ihren insgesamt drei Tracks, von denen der bei weitem am Kürzeste schon länger als 15 Minuten währte, einen absoluten Standard in Sachen Drone-Doom. Die extreme Heaviness und Langsamkeit der Musik sowie ihr repetitiver Charakter inspirierte spätere Fackelträger des Genres wie SunnO))) und Boris und gilt heute noch als Drone-Referenz. Auf den nachfolgenden Platten – wieder mit rotierenden Lineups – modifizierten Earth ihren Sound ein wenig in Richtung kürzerer Stücke und ließen gar Rock-Konventionalitäten wie eine Jimi Hendrix-Coverversion mit einfließen. Nach dem insgesamt dritten Studioalbum "Pentastar: In the Style of Demons" von 1996 geriet das Projekt Earth jedoch in die Krise, als Dylan Carlsons Drogenabhängigkeit zu einem zunehmenden Problem wurde, und ab 1998 lagen Earth im Prinzip auf Eis.

In der folgenden Auszeit erschienen verschiedene Live-Mitschnitte der Band, darunter mit "Divine and Bright" auch eine weitere posthume Cobain-Kollaboration und ein Tribute/Remix-Album, an dem sich neben den Earth-Epigonen (und übrigens als Earth-Coverband gestarteten) SunnO))) auch Post-Rocker wie Mogwai und Experimental-Elektroniker der Marke Autechre beteiligten. 2005 schließlich hatte Carlson sein Drogenproblem überwunden, so dass Earth wieder voll einsatzbereit waren und dies seitdem auch mit einer wahren Schwemme von Tonträgern in die Tat umsetzen. Das erste in dieser neuen Reihe von Earth-Outputs war der Longplayer "Hex: Or Printing in the Infernal Method", der noch 2005 auf dem nunmehrigen Doom/Drone-Referenzlabel Southern Lord der SunnO)))-Musiker Greg Anderson und Stephen O'Malley veröffentlicht wurde. Sound- und imagemäßig hatte sich die Band jedoch stark gewandelt, denn nicht nur erzählte das Album eine Geschichte im Western-Kontext, sondern wies auch Country-Elemente und unverzerrte Gitarren auf. Gleichwohl reagierten Kritik und der an sich beinharte Fan-Kern positiv auf die neuen Earth, und so erschien 2007 mit "Hibernaculum" gar eine Sammlung von alten Earth-Tracks, die im neuen Country-Stil neu aufgenommen worden waren. Im Februar 2008 erschien auf Southern Lord das fünfte Earth-Album mit dem Titel "And the Bees Made Honey from the Lion's Skull", das auf äußerst positive Reaktionen seitens der Presse und der Fans stieß und eine weltweite Tournee nach sich zog.

2011 kam der erste von zwei Teilen des "Angels of Darkness, Demons of Light"-Albenzyklus' heraus, der das Cello als neues Instrument sowie dessen Spielerin Lori Davies und den neuen Bassisten Karl Blau einführte und insgesamt etwas melodischer und rifforientierter ausfiel. Der zweite Teil, zunächst ebenfalls für 2011 terminiert, soll nun 2012 erscheinen.

Diskographie

Alben
  • 1993 Earth 2: Special Low-Frequency Version (Doppel-LP/CD, Sub Pop)
  • 1995 Phase 3: Thrones and Dominions (Doppel-LP/CD, Sub Pop)
  • 1996 Pentastar: In the Style of Demons (LP/CD, Sub Pop)
  • 2005 Hex; Or Printing in the Infernal Method (Doppel-LP/CD, Southern Lord)
  • 2007 Hibernaculum (LP/CD, Southern Lord)
  • 2008 The Bees Made Honey in the Lion's Skull (Doppel-LP/CD, Southern Lord / limitierte Doppel-CD mit Bonus-Livetracks auf Daymare Recordings)
  • 2011 Angels of Darkness, Demons of Light I (Southern Lord)
  • 2012 Angels of Darkness, Demons of Light II (tba.)
Singles/EPs
Sonstige

Jahrescharts

Jahr Titel Kritiker Charts
TMT Les Inrocks The Silent Ballet
2005 Hex; Or Printing in the Infernal Method 24
2008 The Bees Made Honey in the Lion's Skull 9
2011 Angels of Darkness, Demons of Light 1 38
Singles
2008 Omens and Portens I: The Driver 12

All-Time-Charts

The Bees Made Honey in The Lion's Skull
Coda Maestoso in F (Flat) Minor (Song)

Referenzbands

Coverversionen

Earth covern...

  • Peace in Mississippi von Jimi Hendrix (auf "Pentastar: In the Style of Demons")

Weblinks