Screaming Trees – Dust

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Dust
Screaming Trees
Veröffentlicht: 25. Juni 1996
Label & Vertrieb: Epic
Albumlänge: 44:14 Min.
Produziert von: George Drakoulias
Genre: Grunge, Alternative Rock
Formate: LP, CD
Singles: All I Know
Dying Days
Chronologie

1992Sweet Oblivion

Dust

"Dust" ist das siebte und letzte Studioalbum der US-amerikanischen Grungeband Screaming Trees. Es erschien im Sommer 1996 und wurde von George Drakoulias produziert.

Zum Album

Mit "Sweet Oblivion" von 1992 waren die Screaming Trees vom seinerzeit herrschenden Grunge-Hype-Hurrikan zumindest am Rande mit erfasst worden, unterstützt durch ihren wohl bekanntesten Song Nearly Lost You. Nach ausführlichem Touren sollte der Nachfolger endlich den lange ersehnten Durchbruch zum großen Erfolg bringen, wie ihn neben den Senkrechtstartern Nirvana und Pearl Jam inzwischen auch die wie das Quartett aus Ellensburg schon länger agierenden Alice in Chains und Soundgarden erreicht hatten. Der Teufel steckte hierbei allerdings im Detail, denn die Aufnahmen zur Platte mit dem Arbeitstitel "Dust" zogen sich schließlich deutlich länger hin als geplant. Für Longplayer Nummer sieben peilten Mark Lanegan (Gesang), Gary Lee Conner (Gitarre), Van Conner (Bass) und Barrett Martin (Schlagzeug) einen mehr an Folk und Blues angelehnten Sound an, dessen Umsetzung im Studio zunächst Don Fleming betreuen sollte. Die Aufnahmen mussten jedoch nach einiger Zeit abgebrochen werden, weil das gewünschte Ergebnis nicht zustandekam, und als Nachfolger hatte sich das Quartett George Drakoulias (u.a. Black Crowes, Tom Petty) ausgesucht, der auch über ausreichend Erfahrung mit dem gewünschten Sound verfügte. Da Drakoulias allerdings durch andere Produktionen zeitlich gebunden war, zog sich der Entstehungsprozess letztlich fast drei Jahre hin, zumal auch beispielsweise Gitarrist Gary Lee Conner bei den Aufnahmen extrem detailverliebt zu Werke ging.

Letzten Endes kam "Dust" im Juni 1996 in die Plattenläden und präsentierte die Screaming Trees in einem insgesamt melodischer gestalteten und runderen Klangbild, als man es von ihrem psychedelisch-punkigen Frühwerk gewohnt war. Die Platte enthielt sanfte Balladen wie Sworn and Broken und Look at You, fernöstlich geprägte Songs wie den ersten und letzten Song der Platte, Halo of Ashes und Gospel Plow, und kompakt-eingängige Rocksongs wie Make My Mind oder die auch als Singles ausgekoppelten Tracks All I Know und Dying Days, die auch einiges Radio-Airplay erhielten. Als Gastmusiker wirkten unter anderem Chris Goss (Kyuss-Produzent und Masters of Reality-Boss) und Pearl Jam-Gitarrist Mike McCready mit.

Den angestrebten kommerziellen Durchbruch konnten die Screaming Trees allerdings auch mit "Dust" nicht mehr erreichen, obwohl die Band – unterstützt von Ex-Kyuss-Gitarrero Josh Homme – über zwei Jahre mit dem Album auf Tour ging. 1998 verordnete sich die Gruppe daher eine unbestimmte Auszeit, während derer die Bandmitglieder sich anderen Projekten widmeten (Van Conner gründete die bis heute bestehenden Valis, Mark Lanegan brachte weitere Soloplatten heraus), und nach einigen letzten Konzerten lösten sich die Screaming Trees schließlich im Jahre 2000 auf.

Line-Up

Gastmusiker:

Tracklisting

  1. Halo of Ashes (4:04)
  2. All I Know (3:55)
  3. Look at You (4:42)
  4. Dying Days (4:51)
  5. Make My Mind (4:11)
  6. Sworn and Broken (3:34)
  7. Witness (3:39)
  8. Traveler (5:22)
  9. Dime Western (3:39)
  10. Gospel Plow (6:17)

Weblinks