Bob Mould

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Biographie

Bob Mould studierte in den 1970er Jahren in St. Paul, Minnesota. Durch seinen Job in dem dortigen Plattenladen "Memory Lane" lernte er Grant Hart und Greg Norton kennen, mit denen er 1978 Hüsker Dü gründete. Mould und Hart, die beiden Songwriter, hatten immer wieder Probleme miteinander und mit Drogen, was schließlich 1989 zum Ende der Band führte. Mitte der 1980er Jahre wurde auch bekannt, dass Mould (ebenso wie Hart) homosexuell ist; die beiden waren aber nie ein Paar, wie oft behauptet worden ist. 2004 kam es bei einem Benefizkonzert zu einer kurzfristigen Reunion von Hüsker Dü, als er für zwei Lieder wieder mit Grant Hart auf einer Bühne stand.

Nach der Auflösung von Hüsker Dü nahm Mould mit "Workbook" und "Black Sheets of Rain" zwei Soloalben auf. 1992 gründete er mit Malcolm Travis und David Barbe die Band Sugar, die sich 1995 löste sich Sugar trotz großem Erfolg auf, da sich Barbe wieder mehr um seine Familie kümmern wollte. Mould begann danach wieder, Soloalben aufzunehmen. 1996 kam ein selbstbetiteltes Album und 1998 "The Last Dog and Pony Show" heraus.

Nach einem Umzug nach New York City begann Mould, sich zunehmend für elektronische Musik zu interessieren. Diese elektronischen Einflüsse waren sehr deutlich auf seinen folgenden Alben "Modulate" (2002) und "Long Playing Grooves" (2002) zu hören; letzteres nahm er unter dem Pseudonym LoudBomb auf, einem Anagramm seines Namens.

Mit dem DJ Richard Morel aus Washington, D.C. ist Mould als DJ-Team und neuerdings auch als Pop-Band unter dem Namen Blowoff unterwegs. Unter den Namen Blowoff bzw. LoudBomb erstellte er u. a. Remixes für Bands wie Rammstein und Interpol ("Length Of Love"). 2005 veröffentlichte Mould mit "Body of Song" ein weiteres Soloalbum, auf dem auch Richard Morel, David Barbe (Sugar) und Brendan Canty (Fugazi) zu hören sind.

2011 veröffentlicht Mould zusammen mit Michael Azerrad seine Autobiographie "See a Little Light: The Trail of Rage and Melody".

Bands

Hüsker Dü, Sugar

Solo-Diskographie

Charts

Jahr Titel Charts
D US US Independent UK A CH S F NOR NL POR FIN AUS NZ
1989 Workbook - 127 - - - - - - - - - - - -
1990 Black Sheets of Rain - 123 - - - - - - - - - - - -
1996 Bob Mould - 101 - - - - - - - - - - - -
1998 The Last Dog and Pony Show - 164 - - - - - - - - - - - -
2002 Modulate - - 18 - - - - - - - - - - -
2005 Body of Song - - 37 - - - - - - - - - - -
2008 District Line - 191 24 - - - - - - - - - - -

als Produzent

Trivia

Mould war zeitweise für die WCW (World Championship Wrestling) als Ersteller von Storylines tätig. Wegen kreativer Differenzen gab er jedoch nach kurzer Zeit wieder auf. In den Liner Notes für "Modulate" dankt er einigen von den Wrestlern, darunter Kevin Nash und Kevin Sullivan.

Weblinks