Bert Jansch

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Biographie

Bert Jansch – trotz seines deutsch klingenden Namens gebürtiger Schotte – ist einer der einflussreichsten Folkmusiker Großbritanniens. Seine Karriere begann Anfang der 60er Jahre, als er erstmals in den lokalen Clubs seiner Heimatstadt Glasgow vor Publikum zu spielen begann. Seine Vorbilder waren dabei die Klassiker Pete Seeger, Woody Guthrie und Big Bill Broonzy. Nachdem Jansch 1965 nach London gezogen war, erhielt er dort einen Plattenvertrag und veröffentlichte im selben Jahr sein selbstbetiteltes Debüt, das sich bereits über 150.000mal verkaufte und Jansch als "Star" der aufblühenden UK-Folkszene etablierte. Neben seiner Arbeit als Solokünstler kollaborierte Bert Jansch auch mit anderen Folkies wie John Renbourn (mit dem er das Album "Bert And John" veröffentlichte) und Paul Simon (von Simon & Garfunkel). 1967 gründete er mit anderen Musikern die Folkrock-Gruppe Pentangle, die rasch zu einer der erfolgreichsten Bands des Genres wurden und der Bert Jansch bis 1973 angehörte. Danach hatte er erst einmal die Nase vom Musikbusiness voll und zog sich für zwei Jahre auf eine Farm in Wales zurück. In den 80ern kame es noch einmal zu einer Pentangle-Reunion, die jedoch von Janschs Alkoholproblem überschattet wurde, und 1987 mußte der Sänger und Gitarrist zur Entziehung. Danach war der Gute aber auch wieder fit und sammelte allmählich die Früchte seines langjährigen Schaffens ein, denn inzwischen hatten auch zahlreiche Nachwuchskünstler aus Neo-Folk, Indierock und Britpop die Klänge des Folk-Innovators für sich entdeckt. So reicht der Bogen derer, die Bert Jansch seit den 60ern mit seinem individuellen Folk-Stil beeinflusst hat, inzwischen von alten Recken wie Jimmy Page, Neil Young, Elton John und Nick Drake bis zu Britpoppern wie Bernard Butler, Noel Gallagher, Johnny Marr oder Jarvis Cocker sowie den Neo-Folkies Devendra Banhart und Hope Sandoval. 2001 wurde Jansch von der BBC mit einem Award für sein Lebenswerk im Bereich der Folkmusik ausgezeichnet.

Bands

Solo-Diskographie

  • 1965 – Bert
  • 1965 – It Don't Bother
  • 1966 – Bert And John (mit John Renbourn)
  • 1966 – Jack Orion
  • 1967 – Nicola
  • 1969 – Birthday
  • 1971 – Rosemary
  • 1973 – Moonshine
  • 1974 – L.A. Turnaround
  • 1975 – Santa Barbara Honeymoon
  • 1977 – A Rare Conundrum
  • 1979 – Avocet
  • 1980 – Thirteen Down
  • 1982 – Heartbreak
  • 1989 – Leather Launderette (mit Rod Clements
  • 1990 – The Ornament Tree
  • 1990 – Sketches
  • 1993 – From the Outside
  • 1995 – When the Circus Comes to Town
  • 1998 – Toy Balloon
  • 2000 – Crimson Moon
  • 2002 – Edge of A Dream
  • 2006 – The Black Swan

Kollaborationen

  • mit John Renbourne auf dem Album "Bert And John"
  • Jansch spielt Gitarre auf dem Schlusssong des zweiten Albums der Babyshambles, Shotters Nation (2007), "The Lost Art Of Murder".

All-Time-Charts

Jack Orion

Referenzkasten

  • Jimmy Page übernahm für das erste Led Zeppelin-Album das Jansch-Stück Blackwaterside quasi unverändert unter dem Titel Black Mountain Side.

Referenzbands

Coverversionen

Bert Jansch covert...

  • Anji von Davey Graham (1998)
  • Blackwaterside, irisches Volkslied (1966)
  • Blues Run The Game von Jackson C. Frank (1975)
  • Bogie's Bonnie Belle, irisches Volkslied (1988)
  • Cluck Old Hen von Grayson & Whitter (basiert auf einem Volkslied) (1974)
  • Come Back Baby von Ray Charles (1967)
  • Nottamun Town von Jean Ritchie (1966)
  • Omie Wise, Volklied (2000)
  • Rosemary Lane, irisches Volkslied (1971)
  • Singing The Blues von Marty Robbins (2000)
  • The First Time Ever I Saw Your Face von Peggy Seeger (1966)
  • The Lily Of The West, Volkslied (2001)
  • Time And Love von Laura Nyro (1980)

Bert Jansch wird gecovert von...

Weblinks