Alan McGee

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Alan McGee
Herkunft: East Kilbride, Schottland
Geboren: 29. September 1960 (59 Jahre)
Aktiver Zeitraum: seit 1980
Instrumente: Gesang, Gitarre
Bands:
Biff Bang Pow!
Laughing Apples
Chemical Pilot


Alan McGee ist ein englischer Musikmogul und Manager. Er ist Gründer des in den 80ern äußerst einflussreichen, in den 90ern auch kommerziell erfolgreichen Plattenlabels Creation Records, seit 1999 Betreiber von Poptones und darüberhinaus Gitarrist und Sänger der Bands Biff Bang Pow! , Laughing Apples und Chemical Pilot.

Biographie

Geboren am 29. September 1960 in East Kilbride, Schottland zog McGee im Juni 1980 nach London, schrieb das Fanzine "Communication Blur" und gründete die Band Laughing Apples, die drei Singles herausbrachte. 1983 gründete McGee gemeinsam mit Dick Green den "Living Room", einen Club für den sie zahlreiche aufstrebende Indiebands, wie etwa die Television Personalities, buchten. Auf einem Gig traf er Jerry Thackray alias The Legend!, der zunächst zwei Ausgaben lang an seinem Fanzine mitwirkte.

1983 nahm Alan McGee einen Kredit über 1000 Pfund auf und gründete mit diesem Kapital das Label Creation Records(benannt nach der 60s Band The Creation, die McGee sehr verehrte). Die Single “73 in 83“ von The Legend war die erste Veröffentlichung des Labels. 1984 begann er, neben seinem Job bei der englischen Bahn, die Band Jesus & Mary Chain zu managen, die nahezu über Nacht zu einem Untergrundhit wurde, nachdem McGee ihre Debütsingle “Upside Down“ veröffentlicht hatte.

Creation Records

Creation Records entwickelte sich vor allem durch McGees cleveren Umgang mit den Musikmedien zu einem der führenden Indielabels der 80er Jahre, ohne dabei wirkliche kommerzielle Erfolge zu haben. Nachdem Jesus & Mary Chain 1985 zu Warner gewechselt waren, da Creation Records mit dem Vertrieb ihrer Platten überfordert war, konnte McGee, der die Band noch bis 1986 managte, ein finanzielles Polster für sein eigenes Label anlegen und nun häufiger Platten veröffentlichen. Zu den frühen Creationbands zählten Primal Scream, The House of Love, The Pastels, The Loft, The Weather Prophets oder Jasmine Minks, sowie McGees eigenes Projekt Biff Bang Pow! – nach einem Song von The Creation benannt.

Vor allem über die zweite Garde von Creationbands verbindet man das Label häufig mit der Shoegazer-Szene. Neben Ride (denen das Label sowohl die erste Top 20-Platzierung in den Album- sowie die erste Top 10-Platzierung in den Singlecharts verdankt), Slowdive, The Telescopes oder Swervedriver, waren es vor allem My Bloody Valentine und ihre Alben, die Creations Status als führendes Indielabel und McGees Ruf, einen Riecher für wichtige, neue Bands zu haben, noch festigten.

Der Wechsel in die Neunziger führte auch für Creation an Acid House, Rave und – in McGees Fall – vor allem Ecstacy nicht vorbei. 1992 musste McGee aufgrund von Schulden, die nicht zuletzt durch seine Drogensucht entstanden waren, 50 % von Creation an Sony Music verkaufen. Kurz bevor jedoch der finanzielle Kollaps eintrat, begann die gerade erst gesignte Band Oasis aus Manchester Erfolge zu feiern und bis dato ungekannte Umsätze zu machen. Das zweite Oasisalbum „(Whats's the Story) Morning Glory“ entwickelte sich zum bestverkauften britischen Album der Dekade und etablierte Oasis als führende Band der Britpop Bewegung Mitte der 90er.

Trotz vielversprechender neuer Acts wie Teenage Fanclub oder Super Furry Animals konnte dieser Erfolg nicht annähernd wiederholt werden. Unzufrieden mit dem Weg den Creation einschlug, kündigte Alan McGee 1999 das Ende Creations an. Das letzte auf Creation Records erschienene Album war „XTRMNTR“ von Primal Scream, die letze Single „Accelerator“ aus derselben Veröffentlichung. Alan McGee verkündete die Gründung des Poptones Labels.

Mit Poptones bewegt sich Alan McGee einerseits wieder auf den Indiepfaden seiner Anfangstage und feiert andererseits mit The Hives Platindekorierte Erfolge.

Sonstige Aktivitäten

Alan McGee veranstaltet in London verschiedene Clubnächte unter dem Retrotrend Rechnung tragenden Titeln wie "Death Disco", "The Queen is dead" und "Now we`re off to rehab". Er betreibt eine Management Agentur ("Creation Mangement"), die sich um Bands wie Mogwai, The Charlatans, Client oder King Biscuit Time kümmert. Alan McGee managte auch bis zu ihrem Split die Libertines und hat sich derzeit Carl Barats neuer Band, Dirty Pretty Things, angenommen.

Reputation

Vorallem in englischen Indiekreisen ist Alan McGee nicht eben unumstritten. Generell wird ihm der Ausverkauf der Indie-Ideale vorgeworfen, sowie verantwortlich für eine nach wie vor schablonenhafte „blasse-Jungs-spielen-Gitarre“/Männer-dominierte Indiemusik zu sein.

Songs über Alan McGee

The Pooh Sticks – “I know someone who knows someone who knows Alan McGee quite well”