Der Schallplattenmann sagt

Aus indiepedia.de
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Das Internet-Musikmagazin Der Schallplattenmann sagt erscheint als kostenloser, wöchentlicher Newsletter mit Web-Archiv.

Die Ausgabe #1 erschien am 10. März 1996 und wurde per E-Mail an 13 Adressen versandt. In der Folgezeit wuchs die Zahl der Abonnenten durch Mundpropaganda auf über 3000 Adressen, wobei sich das Niveau seit einigen Jahren darunter eingependelt hat. Seit 2004 ist der Newsletter auch als RSS-Feed erhältlich.

Das Archiv mit über 8000 Rezensionen, die seit 1996 veröffentlicht wurden, ist vollständig bei den führenden Suchmaschinen indiziert und darüber finden viele Fans auch unbekannterer Gruppen auf die Webseiten. Die Artikel werden unter einer Creative Commons Lizenz (by-nc-nd) [1] veröffentlicht, die die unkommerzielle, unveränderte Nutzung der Artikel erlaubt, wenn der Autor angegeben wird.

Alle Beteiligten (darunter zeitweise auch die Indie-Musiker Erhard Grundl und Red) schreiben und korrigieren von Beginn an ehrenamtlich. Die Einnahmen durch Affiliate-Programme decken die technischen Betriebskosten, die gegenüber den Anfangsjahren glücklicherweise gesunken sind.

Der Name des Magazins führt gelegentlich zu Missverständnissen: Zum einen wird nicht nur über Schallplatten im Sinne von LPs berichtet (sondern unabhängig vom Format der Tonträger), und zum anderen sind im Redaktionsteam nicht nur Männer vertreten.

Inhaltliche Schwerpunkte

Die Redakteure wenden sich an Musikhörer, die auch an Themen jenseits des sogenannten Mainstream interessiert sind. Der Schwerpunkt liegt bei Independent-Musik im weitesten Sinne, wobei je nach Lust und Kompetenz der Autoren auch Klassik, Jazz und Weltmusik berücksichtigt werden. Die in Mainstream-Medien (Format-Radio etc.) schon ausreichend abgehandelten Themen werden in der Regel nicht nochmals aufbereitet. Es geht der Redaktion vielmehr darum, die Leser des Newsletters auf empfehlenswerte Veröffentlichungen aufmerksam zu machen, hinter denen keine großen Marketing-Etats stehen.

Zu bestimmten Genres entstanden Artikelreihen, deren erste Red's Independent Breakfast war, wobei die Prog Corner (zum Thema Progressive Rock) am längsten läuft.

Neben Musik werden regelmäßig auch Hörbücher und Hörspiele berücksichtigt, seit einiger Zeit natürlich auch DVDs, gelegentlich kommt ein Konzertbericht dazu.

Produktionsgeschichte

Das Magazin "Der Schallplattenmann sagt" ist einer der ältesten musikbezogenen Newsletter im Internet und insofern ist auch die Produktionsgeschichte ein Spiegelbild der Zeit und der gewachsenen technischen Möglichkeiten.

  • 1996: Nur die ersten fünf oder sieben Ausgaben wurden von Hand in einem Texteditor zusammengesetzt und per E-Mail-Programm versandt. Zum Einsatz kam ein Apple Macintosh mit dem Texteditor BBEdit und als E-Mail-Programm Claris Emailer. Sehr schnell wurde klar, dass dieser Prozess bei mehr als zwei Autoren zu aufwändig werden würde.
  • 1996: Also wurde mit FileMaker Pro eine Datenbank erstellt, in der die Artikel gesammelt und mit deren Routinen die Text- und später auch eine HTML-Fassung der Newsletter produziert wurde. Eine Runtime-Version dieser Datenbank für Macintosh und Windows diente den Autoren als Schreibwerkzeug, die jeweils neuen Artikel wurden per E-Mail an die Redaktion gesandt und dort in die Master-Datenbank importiert.
  • 1997: Der Versand erfolgte bislang immer noch mittels E-Mail-Programm, immer maximal 50 Adressen auf einmal. Ab diesem Jahr kommt eine lokal laufende Listserver-Software namens LetterRip zum Einsatz.
  • 1998: Der Domainname schallplattenmann.de wurde registriert.
  • 2000: Mit zunehmender Zahl der Abonnenten wuchsen auch die Fehlermeldungen wegen abgelaufener oder übervoller E-Mail-Konten, für deren Bearbeitung wurde die Software LetterBounce eingesetzt.
  • 2002: Der Versand von einem etwas altersschwachen Macintosh dauerte (trotz DSL) mittlerweile einfach zu lange, weshalb nach sorgfältigen Tests das in Perl programmierte Skript ListMerge auf dem Webserver für den Versand genutzt wird.
  • 2004: Um größere Unabhängigkeit von dem immer noch lokal laufenden Produktionssystem zu erhalten, wurde im Sommer diesen Jahres ein Web-basiertes Redaktionssystem basierend auf PHP und MySQL eingeführt. Die vorangegangene Recherche nach einer fertigen Lösung aus dem Open-Source-Feld ergab kein System, dass den speziellen Bedürfnissen gut genug entsprach, weshalb es schlicht und einfach selbst programmiert wurde. Der Lohn für die Leser und Besucher der Website: eine flotte Volltextsuche und Backlinks, wenn jüngere Artikel auf früher erschienene verweisen.

Weblinks